Kiel: Ein Ausflug ins Lichtfeldstudio und Fotophonie

Wie ich nach Kiel kam, um mich über Blitzen im Studio auszutauschen und schöne Portraitaufnahmen mit nach Hause bringen konnte.

Es war früh morgens als ich mich auf den Weg machte. Draußen war es noch dunkel und es hatte in der Nacht geregnet. Mit einem der ersten Busse machte ich mich auf dem Weg zum Hauptbahnhof nach Bonn. Nach Kiel sollte es gehen. Über Hamburg natürlich. Um diese Zeit nicht verwunderlich erreichte ich den Zug spielend. Sogar einen guten Kaffee konnte ich mir kaufen. Selbstverständlich war der Zug auch verspätet. Das ist er immer, nichts Neues für mich. Und kein Grund unentspannt zu werden. Allerdings würde die Verspätung es später doch etwas spannender machen. Denn in Hamburg hatte ich nur 10min zum Umsteigen.

Dortmund, Münster, Osnabrück und Bremen ließ der Zug hinter sich. So erreichte ich ganz unspektakuläre Stunden später dann Hamburg. Mit der gleichen Verspätung wie beim Start. Der Zug nach Kiel stand aber noch auf dem anderen Gleis. Also startete ich den Versuch, probierte es gar nicht mit der Rolltreppe, sondern sprintete an allen anderen Vorbei die Treppe hoch und einen Bahnsteig später wieder hinunter. Die Türen waren noch nicht blockiert, und so konnte ich sie problemlos öffnen und einsteigen. Das Glück hatte auch noch ein einziger Fahrgast nach mir. Alle anderen die es jetzt noch versuchten, kamen nicht mehr in den Zug. Aber so erreichte ich pünktlich den Kieler Hbf.

Vor dem Bahnhof in Kiel hatte ich mich mit Dieter verabredet. Wir fanden uns auch sofort. Ok, so geschäftig ist Kiel jetzt auch nicht. Aber es war gut einmal wieder hier zu sein und ein wenig Seeluft zu schnuppern. Nach kurzer Fahrt mit dem Auto kamen wir dann auch im Studio an.

Aber wie kam es dazu, dass ich mich an jenem ungemütlichen Februartag mit Aprilwetter nach Kiel aufmachte und abends sogar wieder zurück nach Hause fuhr?

Im Dezember hatte ich an einer kleinen Verlosung von fotophonie, dem Podcast von Frank und Dieter teilgenommen. Dabei hatte Dieter ein Blitz 1to1 verlost. Und ich hatte es gewonnen – wohl wissend, dass die Einlösung eine Fahrt quer durch Deutschland nach sich ziehen würde.

Und so traf ich dann auch Andreas, der heute als Co-Coach fungieren sollte, und Lilly, unser grandioses Model für den Tag.

Eine kleine Stärkung beim Coffeehouse um die Ecke später machten wir uns an die Arbeit. Mein Ziel war es, nach Möglichkeit Sachen zu versuchen, mit denen ich bisher nicht konfrontiert war. Und schnell war auch allen klar, an welchen Aspekten ich selbst noch arbeiten sollte.

Drei Lichtsetups hatte ich mir ausgesucht, mit denen ich arbeiten wollte. Den Anfang machte ein Setup mit schwarzem Hintergrund. Eigentlich ein Ein-Licht-Setup nutze ich noch ein dezentes Streiflicht für Lilly, um den Foto noch etwas mehr Tiefe zu geben, ohne dass es direkt auffällt. Als Hauptlicht diente ein Beautydish. Normalerweise nutze ich an dieser Stelle je nach Person eine Deepocta- oder normale Octabox.

 

Das zweite Setup war dann ein typisches Highkey-Setup mit weißem geblitztem Hintergrund und wieder unserem Beautydish als Hauptlicht.

Im Lichtfeldstudio Kiel: Lilly im Highkey

Im Lichtfeldstudio Kiel: Lilly im Highkey

Mit dem letzten Setup mit Lilly wollte ich einen wrap-around Effekt erreichen. Ich hatte so etwas schon einmal mit einer riesigen Octabox und einem Reflektor ausprobiert. Damals war das auf der Photokina 2012 auf dem Stand von Photoflex. Ich konnte mich davon überzeugen, dass auch ein kleiner Blitz eine große Softbox gut ausleuchten kann.

Dieses Mal stand ebenfalls eine große Box hinter Lilly. Im Gegensatz zum Spontanaufbau bei Photoflex nutze ich jedoch von vorne den Beautydish. Das ermöglicht die direkte Kontrolle beider Lichtmengen.
Zusammen mit ein paar Posingideen von Andreas entstanden hier meine Lieblingsbilder.

 

Abschließend versuchten wir noch eine Bildidee auf der Basis eines Fotos von Daniel Craig in Szene gesetzt von niemand anderen als Rankin zu verwirklichen. Dazu werde ich an anderer Stelle noch einmal etwas schreiben.

Letztendlich erreichte ich bequem noch meinen Zug nach Hamburg und ebenfalls meinen Anschluss nach Bonn.

Es war ein Klasse Tag mit Dieter und Andreas gewesen und ganz viel Lob gebührt natürlich unserem supergeduldigem Model Lilly. Natürlich hatte ich es verpennt, BTS-Fotos zu machen.

Links

Fotophonie hat mich zu diesem Tag natürlich interviewt. Das kann man hier anhören Kapitel 44 (Der Rest ist ebenfalls sehr hörenswert!)
Dieters FB-Seite
Lightfeld Studio
Andreas Blog